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Die Kanzlei

Nach dem plötzlichen Tod von Dieter Pfaff, der dem Anwalt Gregor Ehrenberg vier Staffeln lang sein Gesicht gegeben hatte, ist aus „Der Dicke“ die Serie „Die Kanzlei“ geworden. Neu in der kleinen Rechtsanwaltsfamilie um die schlagfertige Anwältin Isabel von Brede (Sabine Postel) ist Markus Gellert, gespielt von Herbert Knaup. Für Gellert, der so ganz anders ist als sein Vorgänger, ist die Kanzlei eine kleine Offenbarung. Denn Isa und ihre Truppe lösen selbst die skurrilsten Fälle mit Engagement und großer Ernsthaftigkeit.  

In den neuen Folgen müssen Isa von Brede (Sabine Postel), Yasmin und Gudrun verkraften, dass ihr Chef Gregor Ehrenberg ohne ein Wort verschwindet. Wo ist Ehrenberg? Warum lässt Ehrenberg die Kanzlei und auch Hund Teddy in Stich? Aus der Angst um Ehrenberg wird Gewissheit: Er wird nicht in die Kanzlei zurückkehren.

In dieser Situation zeigt Isa von Brede Größe. "Die Kanzlei wird nicht geschlossen!" entscheidet die Anwältin, obwohl sie keine Ahnung hat, wie es ohne Ehrenberg weitergehen kann. Notdürftig halten Isa, Yasmin und Gudrun den Kanzleibetrieb aufrecht. Kann der Anwalt Markus Gellert (Herbert Knaup) helfen, die Kanzlei zu retten? Gellert, der in einem Prozess als Vertreter der Gegenpartei Isa von Brede kennen und achten gelernt hat, bietet sich immer wieder an, einzelne Fälle zu übernehmen. Was will der Anwalt, der auf lukrative Fälle im Wirtschaftsrecht spezialisiert ist in der Kanzlei? Was will der Mann mit Luxuskarosse, chronischem Minus auf dem Girokonto und Unterhaltsverpflichtungen für zwei Ex-Frauen von Isa von Brede?

Für Yasmin und Gudrun ist Markus Gellert ein Eindringling, der lieber heute als morgen Ehrenbergs Platz einnehmen würde. Isa ist erstmal froh, dass Gellert kompetent und mit viel Einsatz Mandaten vertritt, für die sie keine Zeit hat. Als sie unter dem Verdacht, ihren Bruder Egin ermordet zu haben, verhaftet wird, retten Markus Gellert, Gerd Mattuschek (Uwe Bohm) und Staatsanwalt Wärmelskirchen (Werner Wölbern) sie aus der Untersuchungshaft. Gellert gelingt es, Isas Unschuld nachzuweisen. Sie ist dankbar für diese Hilfe, genießt die Wortgefechte mit dem versierten Anwalt, fühlt sich geschmeichelt durch die Komplimente des attraktiven Mannes, aber als Partner in einer gemeinsamen Kanzlei kann Isa ihn nicht akzeptieren. Stattdessen bietet sie ihm einen Job in der neugegründeten Kanzlei von Brede an.

Fast geht bei den Geschehnissen um Ehrenberg unter, dass Yasmin und Lars heiraten wollen. Yasmin träumt von einem unvergesslichen Hochzeitstag, ihre Eltern aber wollen ein türkisches Hochzeitsfest für ihre Tochter. Sofort fangen sie an zu planen, die Familie und die weitläufige Verwandtschaft einzuladen. Yasmin weiß, dass sie mehr als einen Streit mit ihren Eltern riskiert, als sie eine einsame Entscheidung trifft. Währenddessen zeigt sich „Reinigungsfachkraft" Gudrun nicht nur als Meisterin der verdeckten Ermittlung. Sie will das, was sie in der Kanzlei gelernt hat, gewinnbringend anwenden. Sie eröffnet eine kleine Detektei neben ihrer Arbeit in der Kanzlei, ohne ihrem Ehemann Gerd etwas davon zu sagen.

Auch in dieser Staffel hat „Die Kanzlei" wieder verzwickte Fälle zu lösen: Kann man einen Wahrsager verklagen, dessen Vorhersage nicht eingetroffen ist? Ist es Diskriminierung, wenn dem blinden Onkel Beki die Teilnahme an einer Survival-Tour im Gebirge vom Reiseveranstalter verwehrt wird, obwohl Beki an der Kletterwand kaum zu schlagen ist? Wie kann man einen Lokführer schützen, der unter Schock steht, weil er mit seinem Zug einen Mann überrollt hat und jetzt durch die Klage der Witwe des Selbstmörders gegen die Bahn wieder mit den traumatischen Ereignissen konfrontiert wird.

Drehbuch: Thorsten Näter
Regie: Stephan Rick, Torsten Wacker, Oliver Dommenget, Claudia Garde und Thomas Jauch
Ausführende Produzentin: Nina Lenze
Produzentin: Kerstin Ramcke
Redaktion: Gebhard Henke (WDR) und Gudula Ambrosi (NDR)

Erstausstrahlung:

Dienstag, 8. September 2015

20:15 Uhr

Das Erste

Cast:
Sabine Postel, Sophie Dal, Katrin Pollitt, Herbert Knaup, Uwe Bohm u.v.a.

Produktionsbeginn:
Oktober 2013

Auftraggeber:
ARD unter Federführung des NDR und WDR